Das Erdreich kann als Wärmequelle in vielen Varianten genutzt werden. Ist etwa ebensoviel unbebaute Grundfläche wie beheizte Wohnfläche vorhanden und das Erdreich von geeigneter Beschaffenheit, so können spezielle Hart-PVC-ummantelte Kupferrohre im Erdreich in 0,8 bis 1,5 m Tiefe verlegt werden. Im Direktverdampfungsverfahren zirkuliert das Kältemittel der Anlage selbst im Erdreich und nimmt dessen Energie auf. Da Kältemittel dies sehr effektiv kann wird für den Kollektor in etwa die gleiche Fläche im Garten wie die zu beheizende Fläche im Gebäude benötigt. Die Entzugsleistung von etwa 35 W/qm entspricht dem Wärmebedarf pro qm eines Niedrigenergiehauses. Die damit gewonnene Wärme wird durch die Wärmepumpe an die Heizkreise abgegeben. Das abgekühlte Kältemittel beginnt seinen Kreislauf erneut. Entscheidend ist die diffusionsoffenheit des Bodens, Regenwasser muss an den Kollektor gelangen können. Er darf deshalb nicht überbaut oder mit undurchlässigem Lehm abgedeckt werden, bei schweren Böden muss er angepasst werden. Dieses System ist genehmigungsfrei, muss aber von einem Kälte-Fachbetrieb in Betrieb genommen werden. ========== Energiesammler: Der Kollektor für die Direktexpansion. Ein Kollektor besteht aus mehreren Kreisen, deren Länge je nach Hersteller zwischen 70 und 100 m beträgt. Sie werden etwa 20 - 30 cm unterhalb der Frostgrenze im Erdreich, in der Regel 100 - 120 cm tief verlegt und in einem Sammelschacht gebündelt. Vom Schacht gehen 2 Kupferrohre zur Wärmepumpe. Befindet sich die Wärmepumpe selbst außerhalb des Hauses, z.B. im Sammelschacht, wird meist das Heizungswasser nach draussen geführt. Die Form und Anordnung der Kreise ist beliebig, es können auch Gräben verwendet werden. Der Kollektor muss nicht eben liegen, sondern kann auch bei Hanglagen verwendet werden. Durch richtige Auslegung der Strömungsgeschwindigkeit ist die Ölrückführung gewährleistet, so dass es zu keinem Verdichterschaden kommt. Zur vollständigen Regeneration des Kollektors und um das Pflanzenwachstum nicht zu beeinträchtigen, beträgt die minimale Fläche etwa 25 qm pro kW Heizleistung, Angaben wie 1:1 zur Fläche des Hauses leiten in die Irre. Eine großzügere Auslegung ist unbedingt zu empfehlen und bringt auch eine höhere Effizienz. Ein Kollektor bezieht seine Energie zu 98% von oben, hauptsächlich aus dem Regenwasser, dass für den Wärmeübergang sorgt. Er darf deshalb nicht überbaut oder versiegelt werden. Wenn der Boden komplett wasserundurchlässig ist, sollte er ersetzt werden. Sand und Kies eignen sich hervorragend, durch die Kondensation von Feuchte an den im Betrieb kalten Kollektorrohren wird der geringere Wärmeentzug dieser Böden kompensiert. Bei steinigen Untergründen ist der Kollektor einzusanden. Die Kollektorrohre aus Kupfer in Kältequalität sind nahtlos gezogen und werden durch einen dünnen PVC-Mantel gegen Korrosoin geschützt, die Lebensdauer gilt als nahezu unbegrenzt. Eine Undichtigkeit kann nur über eine mechanische Beschädigung erfolgen, eine Reparatur wäre problemlos. ========== Erdkollektor-Indirektsystem Sole Diese Leitungen werden mit Sole gefüllt, die sich der Temperatur des Erdreichs anpasst. Die damit gewonnene Wärme wird durch die Wärmepumpe an die Heizkreise abgegeben. Die abgekühlte Sole fließt in den Kreislauf zurück. Die Zirkulation der Sole wird durch eine Sole-Umwälzpumpe bewerkstelligt. Dieser Energiekollektor liefert das ganze Jahr die benötigte Wärme. Auch in Form von Grabenkollektoren kommt das System zum Einsatz. Auch die Ergänzung durch einen Solarkollektor, der Sole zusätzlich erwärmt ist möglich. Der Kollektor muss für das versickernde Regenwasser zu erreichen sein, er darf deshalb nicht überbaut oder mit Lehm abgedeckt werden. Da dieses System energetisch vom Direktsystem Erdreich bei weitem übertroffen wird, kommt es nur in seltenen Fällen zum Einsatz. Die erreichbaren Jahresarbeitszahlen liegen bei 3,5.
 
  Erdwärmepumpe als Modul der Produktreihe e.MANUFAKTUR:

Die Erdwärmepumpen sind in allen erdenklichen Ausführungen und Zubehörsets erhältlich. Darüber hinaus verfügt sie sereinmäßig über eine Hochtemperatur-Topladung (Heißgasentwärmung) welche Brauchwassertemperaturen bis 65°C ermöglicht. Die Standartgrößen werden für einen Leistungsbereich von 4 bis 25 kW geführt.
  Das Wärmepumpenprogramm der SOLARHAUSAGENTUR
Wie funktioniert eine Erdwärmepumpe?
Das Erdreich ist ein hervorragender Wärmespeicher, da dort die Temperaturen das gesamte Jahr hinweg mit 7 bis 13 °C (in 2 m Tiefe) relativ gleichmäßig sind. Das Erdreich wird unter anderem durch Sonneneinstrahlung, Regen, Tauwasser erwärmt. Horizontal verlegte Erdkollektoren oder vertikal in die Erde eingebrachte Erdsonden nehmen die gespeicherte Wärme auf, welche im Kreislauf durch ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel (der Sole) zum Verdampfer/ Wärmetauscher geleitet wird. Die Wärme wird durch den Wärmetauscher gewonnen und die daraus nutztbare Energie der Sole-Wasser-Wärmepumpe zugeführt.

Erdwärmenutzung über den Erdkollektor:
Hierbei entziehen großflächige Kunststoffrohrsysteme dem Erdreich seine Wärme. Unter der Wärmequelle "Erdreich" versteht man die oberste Erdschicht bis zu einer Tiefe von etwa 5 Metern. Die Wärme wird mit einem Wärmetauscher gewonnen, der in einer unbebauten Fläche in der Nähe des Gebäudes verlegt wird, das beheizt werden soll. Der Erdreichkollektor wird unter anderem durch Sonneneinstrahlung, Regen, Tauwasser regeneriert bzw. nutzt die Energie aus diesen Umwelteinflüssen für die Erdwärmepumpe. Die Kunststoffrohre (PE) der Erdwärmepumpe befinden sich in einer Tiefe von 1,2 bis 1,5 m in der Erde. Die einzelnen Rohrstränge sollten nicht länger als 100 Meter sein, da die Druckverluste und damit die aufzubringenden Pumpenleistungen sonst zu hoch würden. Die Rohrstränge sollten jeweils gleich lang sein, um so identische Druckverluste und gleiche Bedingungen für die Durchströmung herzustellen. Auf diese Weise entzieht das Kollektorfeld dem Erdreich gleichmäßig die Wärme. Die Rohre sind an ihren Enden in etwas höher gelegenen Vor- und Rücklaufsammlern, der Entlüftung, zusammengefasst. Das "entwärmte" Erdreich regeneriert sich im Frühjahr und Sommer durch die Sonneneinstrahlung und durch Niederschläge. So wird sichergestellt, dass auch zur nächsten Heizperiode der Wärmespeicher Erdreich wieder für Heizzwecke der Erdwärmepumpe zur Verfügung steht.
Flächen über Erdkollektoren sollten weder bebaut oder versiegelt werden.
Erdwärmenutzung über die Erdsonde:
Während für die Verlegung der Erdkollektoren einer Erdwärmepumpe in mehr als 1 Meter Tiefe größere Erdbewegungen nötig sind, ist die Verankerung einer Erdsonde mit modernen Bohrgeräten innerhalb weniger Stunden erledigt. Bei Erdwärmepumpen-Anlagen mit Erdsonden ist die Bestimmung der Anordnung und Bohrtiefe besonders wichtig. Hier sollten unbedingt Geologen und spezialisierte Bohrfirmen mit entsprechendem Fachwissen zu Rate gezogen werden. Außerdem muss zur Sicherstellung der zu erwartenden Leistung mit diesen Spezialunternehmen vertraglich eine Entnahmeleistungs-Garantie (z. B. für 10 Jahre) für eine Erdwärmepumpe vereinbart werden. Zuzüglich muss für solche Anlagen muss in Deutschland eine wasserrechtliche Erlaubnis eingeholt werden. Das Wasser-Wirtschaftsamt ist für Bohrungen bis 100 m Tiefe zuständig. Tiefergehende Bohrungen müssen vom zuständigen Bergbauamt zusätzlich genehmigt werden. In die Bohrung wird eine vordimensionierte Sonde eingeführt und anschließend wird der Hohlraum zwischen Sondenrohr und Bohrung mit Füllstoff verpresst. Meist werden dabei vier Rohre parallel eingesetzt (Doppel-U-Rohr-Sonde). Die Kosten für die Erstellung einer Bohrung inklusive der Sonde betragen je nach Bodenzustand bis zu 100 €/Meter.
Voraussetzung für die Planung und die Verankerung von Erdwärmesonden ist die genaue Kenntnis der Bodenbeschaffenheit, der Schichtenfolge, des Bodenwiderstandes. Darüber hinaus sollten Grund- oder Schichtenwasser mit Wasserstandsbestimmung und dessen Fließrichtung vorhanden, bzw. bekannt sein. Bei einer Erdwärmepumpen-Anlage mit Doppel-U-Rohr-Sonde ist bei normalen hydrogeologischen Bedingungen eine mittlere Sondenleistung mit 50 W/Meter Sondenlänge (gemäß VDI 4640) zu erwarten. Befindet sich die Sonde in einem ergiebigen Grundwasserleiter, können noch höhere Entzugsleistungen erzielt werden.
Die Sole der Erdwärmepumpe strömt in zwei Rohren vom Verteiler aus nach unten und wird durch zwei weitere Rohre wieder nach oben zum Sammler zurückgeführt.

Die Erdwärmepumpen werden geliefert mit:
  • Wärmepumpe mit Innen- und Außenteil einschließlich witterungsgeführtem Komfort-Regler, Selbstdiagnose, Fehlerspeicher
  • ab 8 kW Sanftanlaufsteuerung
  • 6 m Kälte-Kupferleitung; verschlossen, zur Montage durch Kältefachbetrieb
  • Alle hydraulischen Anschlüsse sind mittels flexiblen Schläuchen von der Hausinstallation Körperschall entkoppelt
  • Integrierte Elektroheizpatrone zur Heizungsunterstützung und Brauchwasserbereitung für Vorlauftemperaturen bis 55°C (Winter, erhöhter Wärmebedarf) und bei Störungen als Notheizung für Brauchwasser und Heizung Kühl Modul.
  • Zur Passiven Kühlung ohne Kompressorbetrieb (über die Wärmequelle)
  • bis einschließlich HOOP-SE 16 T6 HG in der Wärmepumpe integriert und ab HOOP-SE 18 T6 HG als Wandmontage Reversibel Modul
  • Zur aktiven Kühlung mittels Kreislaufumkehr Hydraulikpaket für Quellenseite Anschlussset bestehend aus integrierter Soleumwälzpumpe beidseitig absperrbar
  • Sicherheitsgruppe für Soleseite bestehend aus Manometer, Schnellentlüfter und Sicherheitsventil
  • Sole-Membranausdehnungsgefäß integriert
  • Hydraulikpaket für Heizungsseite
  • Anschlussset bestehend aus integrierter Heizungsumwälzpumpe beidseitig absperrbar
  • Sicherheitsgruppe für Heizungsseite bestehend aus Manometer, Schnellentlüfter und Sicherheitsventil
  • Heizungs-Membranausdehnungsgefäß als Wandmontagesatz beiliegend
  • Umschaltung Heizung/Warmwasser integriert
Berechnen Sie hier die Effiziens der Wärmepumpe:

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