Das Funktionsprinzip der thermischen Solarstromerzeugung
Gerade in der Heizfreien Sommerzeit strahlt die Sonne. In dieser Zeit wird die aufgeheizte
Kollektorflüssigkeit genutzt um die von den Kollektoren überschüssig produzierte Wärmeenergie über den
Wärmewandler in Solarstrom zu wandeln. Der Wärmewandler arbeitet nach dem Seebeckeffekt.
Die öffentlichen Anbieter müssen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz diesen Strom vergüten. Bei
Einspeisebeginn in 2009, erhalten Sie für Aufdachanlagen bis einschließlich 31.12.2030 netto 0,4301 €
pro eingespeister KWh Solarstrom.
Seebeckeffekt?
Zwei Metalle verschiedener Natur werden über Lötstellen(Pole) miteinander verbunden. Ein Metall wird
warm gehalten, ein Metall gekühlt. Dadurch fließt thermischer Gleichstrom. Um so höher die
Temperaturspreizung zwischen den Metallen um so mehr Strom wird erzeugt.
Bei unserem Wärmewandler wird ein Metall über den Solarkreislauf erwärmt, das andere über den Lüfter
gekühlt. Die auftretende Temperaturspreizung erzeugt im Wärmewandler den solaren Gleichstrom, welcher
dann über den Wechselrichter als Wechselstrom in das öffentliche Netz eingespeist wird.
Das Funktionsprinzip der Photovoltaik zur Solarstromerzeugung
1839 beobachtete der französische Naturforscher Alexandre Edmond Becquerel, dass bei Lichteinstrahlung
bestimmter Strukturen eine elektrische Spannung erzeugt werden kann. Allerdings konnte Becquerel keine
Erklärung für diesen Effekt liefern. Erst 1905 gelang es keinem anderen als Albert Einstein, diesen
Effekt zu erläutern. Einstein formulierte seine Lichtquantenhypothese, die die Erklärung des
photovoltaischen Effekts enthielt: Photonen lösen die Elektronen aus ihren atomaren Bindungen, so dass
freie Ladungsträger entstehen.
Das Prinzip der Photovoltaik ist relativ simpel. Auf die Solarzelle auftreffendes Licht (Sonnenenergie)
wird ohne Umschweife direkt in elektrische Energie umgewandelt.
Besonders geeignet für Solarzellen sind Halbleiter. Sie sind meist kristalline Festkörper, deren
Widerstand von Temperatur und auch Belichtung abhängt. Silizium ist einer der wichtigsten Halbleiter.
Im wesentlichen sind zwei Leitungsmechanismen bei Halbleitern wichtig: Eigen- und Störstellenleitung.
Zunächst sei die Eigenleitung erklärt. Silizium lagert sich zu
einem Kristallgitter an, indem seine vier Valenzelektronen mit anderen Si-Atomen eine
Elektronenpaarbindung eingehen. Diese Kristallbindungen können durch temperaturbedingte Schwingung der
Atome um eine Gleichgewichtslage aufbrechen, wodurch freie Ladungsträger entstehen (Generation).
Elektronen hinterlassen dabei eine ,,Lücke" ( Loch oder Defektelektron) mit entsprechend gleich großer
positiver Ladung. Diese Elektronen ,,wandern" im Gitter umher, bis sie eine Möglichkeit finden ein
vorher generiertes Defektelektron zu schließen. Man nennt das Schließen von Defektelektronen
durch ,,fremde" Elektronen Rekombination. Elektronen- und Löcherstrom sind einander entgegengerichtet.
Es entsteht durch Elektronen- und Löcherbewegung ein Fließen von Ladung, was bedeutet, dass ein Strom
fließt.